Donnerstag, 11. Februar 2016

PRAG Reihe (2) - Wall of Fame.

Nach dem ersten Einblick in PRAG NR. 1 geht's nun weiter mit dem WoF-Update aus Prag. Die WoF ist ca. 5 entspannte Geh-Minuten vom Busbahnhof entfernt und bietet einige gute Möglichkeiten, sich dort zu verewigen…Check!




Mittwoch, 10. Februar 2016

Sonntag, 7. Februar 2016

OQ-PAINT DISCURSE - Zeichen der Stadt // Stadt der Zeichen

OQ-PAINT DISCOURSE
Stadt der Zeichen | Zeichen der Stadt

Crews und  Sprüher setzen in den Städten Zeichen - Ihre bekanntesten Mittel sind TAGS. BOMBINGS. PIECES - die nicht für jeder verständlich geschweige denn zu akzeptieren sind.

Oft stellt sich von Außen nur die eine Frage:
„Und warum machen die das Alles, dass bringt doch eh Nichts, außer die Zerstörung von fremden Eigentum und die Anpreisung des eigenen Alter Egos?!“

Wir fragen uns dagegen!
Steckt  hinter Graffiti und Urban Art vielleicht doch mehr Potenzial? Können mit der richtigen Unterstützung - wie in verschiedensten Bereichen bereits anzutreffen – positive Effekte und Resultate in der Stadt- und Quartiersentwicklung befördert werden?“

OQ-PAINT möchte diesen widersprüchlichen DISCOURSE über Graffiti und Urban Art in den Fokus nehmen. Aus diesen Anlass haben wir zwei Wissenschaftler eingeladen, die sich u.a. praktisch mit dem Phänomen Graffiti seit ihrer Jugend auseinandersetzen.
In Vorträgen wird für das bessere Verständnis des Phänomen Graffiti in die Genese der letzten 50 Jahren bis zu den kommerziellen Verwertungsmechanismen in der heutigen Gesellschaft referiert. Daran anschließend wird u.a. die Diversität und Möglichkeiten von Kunst im öffentlichen Raum (Graffiti & Urban Art) für die Stadt- und Quartiersentwicklung anhand von Evaluationsergebnisse aufgezeigt.
Für die Frage nach den Potenzialen für die Stadtentwicklung haben wir den Diplom  Ing. für Raumplanung Hendryk von Busse, einen Initiator des „AllYouCanPaint Festivals“ und des Freiraumgalerie e.V. in Haale/Saale, eingeladen.
Hendryk Von Busse referiert über die Evaluierung des gezielten Einsatzes von Urban Art auf die Stadtentwicklung am Beispiel Halle Freiimfelde? Dabei werden die Erfahrungen und Potenziale für die Bewohner, die Künstler und den Stadtraum im Rahmen der Arbeit des Freiraumgalerie e.V. und des „AllYouCanPaint Festivals“ in Haale/Saale dargelegt.

Der Frage nach den Ursprung und der aktuellen Stellung von Graffiti in der Gesellschaft geht der Berliner Diplom Politikwissenschaflter Martin Gegenheimer, einen Initiator des Graffitiarchivs Berlin und dem Archiv der Jugendkulturen e.V. nach.

Martin Gegenheimers Vortrag zeichnet den Weg von der Entstehung des Graffiti Writing in den USA
bis zur Gegenwart. Was hat dazu beigetragen, dass das Verbreiten von sich selbst gewählten
Künstlernamen heute international Anklag (nicht nur mehr bei Jugendlichen) findet? Und was ist
daraus geworden? Beleuchtet werden dabei Entwicklungen, Akteure und Motivation.
Zudem soll der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen die zunehmende Kommerzialisierung der Urban Art hat und in wie weit das Graffitiarchiv/Archiv der Jugendkulturen diese Kunstform nutzt.

OQ-PAINT DISCURSE
Thema: Zeichen der Stadt // Stadt der Zeichen 
Datum: Samstag, 20. Februar 2016 - 19:00 Uhr
Ort: Radio F.R.E.I. Fläche // Gotthardtstraße 21 Erfurt 
EINTRITT FREI

Beginn: 19:00 Uhr 
Ende: 22:00 Uhr

Freitag, 5. Februar 2016

Blackstreets - Ausgabe 2

Yo, die Macher von Blackstreets planen eine 2. Ausgabe: alle Infos findet ihr hier:

Worum geht es?
Wie bereits in unserer ersten Ausgabe ist es auch diesmal unser Anspruch Straße zu dokumentieren.
Was ist da draußen los? Was passiert in unseren Straßen und Städten? Was läuft über die Wände, was klebt an den vielen Schildern und Dachrinnen und wie kommt die Farbe auf die Züge? Die Bandbreite an Straßenaktivitäten ist alles andere als überschaubar: Graffiti, Aufkleber, Tags, Geschichten, Situationen, Street-Hustle, Street-Art, Leben und lieben auf der Straße, verschiedene Perspektiven und Momente. Utopisch, was da draußen alles geht und passiert! Dies möchten wir gern einfangen, dokumentieren und in unserem Blackstreets-Journal abbilden.

Darüber hinaus haben wir uns dazu entschieden, in unserer zweiten Ausgabe auch eine inhaltliche Diskussion aufzumachen, anzustacheln und einzufangen. Ursprünglich nannten wir unser Blackstreets-Magazine im Untertitel ‚Urban Art Journal‘. Von dem Begriff ‚Urban Art‘ wollen wir uns zukünftig verabschieden. Warum und wieso werden wir in einem eigenen Redaktionsbeitrag darstellen. Uns interessiert in diesem Zusammenhang aber auch, was ihr von ‚Urban Art‘ haltet. Was bringt ihr damit in Verbindung, was spricht für diesen Begriff, wie beurteilt ihr die dahinterstehende Entwicklung und wo seht ihr eventuell Probleme? Wo gibt es kritische Stimmen und Meinungen und vor allem warum? Oder kurz: Was habt ihr zum Thema ‚Urban Art‘ zu sagen und wie denkt ihr darüber?

Donnerstag, 4. Februar 2016

Straight outta Asiacenter 6 ++ WOF '63

Das letzte WOF Update aus Erfurt war, für die die sich noch erinnern, im November 2015. Leider ist an der WOF nicht viel neues (zumindest zeigenswertes) entstanden. Ein Umstand der vielleicht auch dem desaströsen Zustand der Wand in der Hohenwindenstraße zuzuschreiben ist. Das Ding bröckelt und blättert ab wo es nur geht....
Im Asiamarkt gibt es schon etwas mehr zu sehen.... Here we go....!



Dienstag, 2. Februar 2016

freights from everywhere.

Rhein-Main (FFM, HU, OF) und ein bisschen unterwegs - z.B. alte Bekannte in Gotha:



Montag, 1. Februar 2016

Phrankphurter Update.

Neues Jahr, altes Format. Wobei ...
... der Universaldilletant bei diesen Fotos vom GhostHunter krachen ging ...



Samstag, 30. Januar 2016

Freitag, 29. Januar 2016

Peng.


Heute kann man Peng noch auf der Straße treffen, ab morgen  in der Zentrale auf dem Schrottplatz von Gebrauchtwarenhändler Titus Jonas auf der Berger Str. 175. Zu sehen gibt es - wie nicht anders zu erwarten - eben Peng, aber auch Peng, wie man es vielleicht nicht erwartet - Rätsel und Botschaften. Wenn man der Ankündigung glauben darf.
Hier im Post das Bekannte von der Straße, mehr dann morgen auf der Leinwand.
Also, wir sehen uns zur Vernissage mit Mucke (ab 19 Uhr) oder zur Sprechstunde nach Vereinbarung.



Donnerstag, 28. Januar 2016

Kreative Sprayer gesucht und der Wert kreativer Arbeit

Betreff: Ausschreibung SWE Netz GmbH
Bis zum 31. Januar 2016 können sie ihre Entwürfe bei der SWE Netz GmbH einreichen. „Es gilt nicht nur, die Spraydose zu zücken, sondern auch, den künstlerischen Aspekt auch mit den Interessen der Stadtwerke Erfurt unter einen Hut zu bringen“, sagt Hanno Rupp, Leiter Technik Stromnetz der SWE Netz GmbH, der den Wettbewerb gemeinsam mit Erfurts Kulturlotse Dietmar Schwerdt ins Leben gerufen hat.
„Wir wünschen uns eine Gestaltung rund um die Energietechnik. Alles von Energie, Hochspannung, Energiewende und Elektrotechnik bis hin zum Thema moderne und zukunftsfähige Stadt“, so Hanno Rupp. „Wir übernehmen die Materialkosten und legen als Prämie noch 1.000 Euro für den besten Entwurf drauf“, erklärt er. Bis Ende Februar entscheidet eine Jury, welcher Entwurf umgesetzt werden soll. Die Neugestaltung soll im Frühjahr erfolgen.
Die  Wand am Umspannwerk Melchendorf ist nicht nur mit Farbe, sondern auch mit Leben zu füllen: Insgesamt beläuft sich die Fläche auf etwa 280 m² (eine Wand: 56 m x 5 m = 280 m²). Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich alle Sprayer mit einer Veröffentlichung inklusive Fotos, einschließlich Facebook, einverstanden. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es bei Hanno Rupp, E-Mail: hanno.rupp(at)stadtwerke-erfurt.de oder bei Dietmar Schwerdt, Kulturlotse der Stadt Erfurt, E-Mail: kulturlotse(at)erfurt.de.
Link:
http://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/am/2016/123439.html

SWE FB Video:
https://www.facebook.com/SWEErfurt/videos/850710105038409/
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Soweit der Ausschreibungtext. Wir versuchen das ganze mal zu übersetzen und einzuordnen. Die SWE Stadtwerke Erfurt machen eine Ausschreibung bei der der KünstlerIn sage und schreibe 3,57€ pro Quadratmeter für die Gestaltung bekommt. In den 3,57€ pro qm sind Entwurfsarbeit,
Artikel aus dem SWE-Journal
Umsetzung, Projektkoordination und Zustimmung zur Verwendung der kreativen Arbeit (Dokumentation) für die Öffentlichkeitsarbeit der SWE Erfurt mit inbegriffen. Ein Glück, dass die Materialkosten nicht auch noch in den 1000€ mitinbegriffen sind. Erwartet wird von der SWE keine freie Gestaltung sondern „Alles von Energie, Hochspannung, Energiewende und Elektrotechnik bis hin zum Thema moderne und zukunftsfähige Stadt“ - eine klassische Auftragsarbeit also.

Im Prinzip ist diese Ausschreibung betriebswirtschaftlich clever. Eine Malerfirma würde allein für das einfarbige Grundieren bzw. Streichen der 280qm sicher mehr als 1000€ verlangen. Zum anderen umschiffen die SWE so die Frage, die sich u.a. nach dem Graffitiforum 2015, gestellt hat: Wieso wurden dann alle bisherigen Aufträge (ohne Ausschreibung!?) an den StadtbildGraffiti e.V. aka. Dieter Hennig vergeben? Was uns zu der spannenden Frage führt: hat Dieter Hennig Stromkästen und diverse andere Umspann ect.- SWE Häuschen etwa für 3,57€ zzgl. Materialkosten bemalt? Das wäre preislich unschlagbar und würde erklären warum kaum ein anderer KünstlerIn in Erfurt dererlei Aufträge durchführt. Besonders Aufträge für die SWE Stadtwerke Erfurt.
Ein möglicher qm Preis würde bei einer solchen Auftragsarbeit, je nach Aufwand, sicher zwischen 30 - 100€ pro qm liegen. Also je nach dem, wer das macht und wie der Aufwand (Motiv) im einzelnen zu bewerten ist. Über diese Preispanne, zugegeben Recht groß, lässt sich diskutieren - aber über 3.57€ pro qm nicht. Das ist für jeden KünstlerIn der in dem Bereich professionell arbeitet ein wirtschaftlicher Witz. Über das Materialgeld ein reelles Honorar zu erreichen, ist auch keine besonders originelle Lösung und wird dem Problem nicht gerecht.

Fazit: Der KünstlerIn bekommt (umgerechnet) also weniger als der Gerüstbauer der das Objekt zum Bemalen einrüstet, als der Maler der das grundiert, als der Mitarbeiter der SWE der das Projekt betreut, ist aber für das Endprodukt / Werk („Es gilt nicht nur, die Spraydose zu zücken, sondern auch, den künstlerischen Aspekt auch mit den Interessen der Stadtwerke Erfurt unter einen Hut zu bringen“) verantwortlich. Mit dem sich hinterher öffenltichkeits-wirksam präsentiert wird. Diese Ausschreibung ist nicht mehr als ein Feigenblatt. Bei der, so unterstellen wir mal, bewusst professionelle Anbieter ferngehalten werden sollen um hinterher sagen zu können: Kein Grund an der alten Praxis etwas zu ändern.. wir haben es versucht und es hat keiner mitgemacht. Das zumindest ist ein Schluss der sich aus Form und Art der Ausschreibung ziehen lässt.
Ein Wunder das das Argument: „Aber der Künstler präsentiert sich doch damit und zieht damit die Öffentlichkeit auf sich - und das ist doch Entlohnung genug“ nicht auch noch angebracht wurde und gänzlich auf eine Prämie verzichtet wurde. Ein Argument, das auf andere Berufe oder Tätigkeitsfelder übertragen sofort als lächerlich entlarvt wird. Viel Spass dabei das im Alltag mal zu versuchen...

Trotz dieser Kritik möchten wir dazu aufrufen wenigstens Entwürfe, auch wenn es zeitlich knapp wird, einzureichen um die Post-Hennig Ära einzuläuten.


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UPDATE: Danke an Peter M. der uns einen Auszug aus dem SWE Magazin zur Verfügung gestellt hat. Aus dem geht hervor das am Anfang der Ausschreibung keine Prämie (Bezahlung der KünstlerIn) vorgesehen war. Dafür aber ein zweite kleiner Wand mit 25qm, die gratis mit gestaltet werden sollte. Grosses Kino - Danke SWE!