Donnerstag, 21. August 2014

20 YEARS 94′ MTN CELEBRATION WALL IN FRANKFURT / RIEDERHÖFE

Nicola Rehbein hat sich die Mühe gemacht und dieses smarte Video von der Bemalung der "Riederhöfe" erstellt. Mit dabei sind: Sartreal, Cor, Alpha Joe, Wish, Bud, Indian, Jebo und Hype.


Freitag, 15. August 2014

Erfurt: Graffiti schafft Angsträume

An dieser Stelle möchte ich ein paar Sätze zu der Anfrage der CDU an den Erfurter Stadtrat, die im September beantwortet/diskutiert werden soll, einbringen. Die CDU beschreibt ihr Anliegen auf ihrer Homepage folgendermassen:


"In Erfurt verunstalten Vandalismus, illegal, auf fremdes Eigentum gesprühte Graffiti und sonstige Farbschmierereien das Bild der Stadt. Dies beklagen zunehmend die Bürger, bestätigt durch die polizeiliche Kriminalstatistik. Eine Zunahme ist in den letzten Jahren in der Tat zu verzeichnen. Diese Situation verunsichert die Bürger und schreckt außerdem Touristen ab. Nicht zu vergessen sind die Kosten, die mit der Beseitigung verbunden sind.

Deshalb stellt die CDU-Fraktion, initiiert durch die Stadträtin Marion Walsmann, dem Oberbürgermeister eine Große Anfrage, die Klärung in die Problematik bringen soll. Die CDU-Fraktion stellt sich damit nicht generell gegen Graffiti-Kunst, sondern kritisiert jede Form von Schmiererein und von Vandalismus, die fremdes Eigentum betreffen und damit illegal sind. Die Anfrage umfasst insgesamt 15 Einzelfragen.


Die Fragen zielen u.a. auf die Häufigkeit der Fälle in den letzten Jahren ab, bei denen sowohl städtisches, als auch privates Eigentum betroffen ist. Dabei spielt auch die Höhe der Sachschäden eine Rolle. Von Interesse sind außerdem die Aufklärungsquote, die Gründe, warum in verschiedenen Fällen nicht abschließend ermittelt werden konnte, und ob letztlich strafrechtlich vorgegangen wird. Ebenso wird hinterfragt, welche Möglichkeiten seitens der Stadt, z.B. der AG Graffiti, zur Aufklärung und zur Besserung der Situation bestehen."

Gegenüber Radio Frei äußerte sich Marion Walsmann folgendermassen „Das sieht alles andere als schön aus, hier fühlt man sich abgestoßen. Und da muss man einfach zur Kenntnis nehmen, dass geschmiert wird, verunstaltet wird, zerstört wird, mutwillig zerstört wird! Und dadurch entstehen auch Angsträume! In Straßen oder Gassen, die so verunziert sind, da fühlt man sich nicht wohl. Da geht man nicht gerne lang, da weiß man nicht was auf einen zukommt!

Frau Walsmann entwirft hier ein recht einseitiges Bild von Graffiti und ich möchte an dieser Stelle eine andere Perspektive aufzeigen.
Zuerst muss festgestellt werden, dass Erfurt eine sehr saubere Stadt ist. Ein Blick in andere Städte zum Beispiel wie Leipzig oder Halle verdeutlicht dies: hier ist Graffiti viel präsenter. Auch ist Erfurt meiner Meinung so sauber wie nie - in den Jahren um 2006 war in der Stadt viel mehr los, was wohl auch daran lag, dass unsanierte Altbauhäuser und Leerstände noch deutlich mehr vorhanden waren. Dieses Stadtbild hat sich radikal geändert: Jeder Leerstand wird peu a peu saniert und für die Bürger hübsch und anschaulich zurechtgemacht. (Gefühlte) Freiräume, also Häuser und Viertel, die keine Funktion (im Sinne der kapitalistischen Verwertung) gibt es kaum noch. Stadträume, die nicht nach der systemrationalen Logik funktionieren verschwinden mehr und mehr. Die Stadt wird also in der Konsequenz immer mehr spezialisiert und abgetrennt: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeitgestaltung sind Kriterien für die Aufteilung der Stadt. Graffiti sind einfach nur Farbschmierereien? Im Kontext dieser Durchrationalisierung stellt diese räumliche (symbolische) Aneignung, also Graffiti, ein Gegenentwurf zu den gesellschaftlichen Verhältnissen dar. Nebenbei findet dieses Aneignungskonzept im Bereich der Entwicklungspsychologie bei Kindern und Jugendlichen große Bedeutung: Kinder und Jugendliche benötigen für ein gelingendes Aufwachsen die Auseinandersetzung mit dem (physisch-materiellen und sozialen) Raum, der sie umgibt, sind also auf funktional nicht vorbestimmte Möglichkeitsräume angewiesen (Vgl. Reutlinger, Christian, 2005, S. 400 ff.) Zumal ich dieses Konzept gar nicht mal nur auf Kinder und Jugendliche beschränken würde.

Zu den Angsträumen sei gesagt, dass man auch hier genau die andere Perspektive einnehmen kann. Graffiti bedeutet Vielfalt, Kreativität und Lebendigkeit. Ich sehe Tags und weiss, da war wieder der Maler xy, an diesem Ort war also ein Mensch und hat ein Zeichen hinterlassen. Hier ein Sticker, dort ein schönes Piece: es gibt viel zu entdecken, es viel Überraschendes, Unerwartetes. Menschen zeigen ihre Kunst in der Stadt, (vielleicht etwas kitschig gesprochen) wie in einem großen Atelier. Und sind es nicht genau diese Viertel, die derzeit so attraktiv werden - Stichwort Gentrifizierung? Gerade diese Vielfalt und Nicht-Konformität solcher Stadtteile sind doch für viele so anziehend. Und hier könnte man ja sogar wirtschaftlich argumentieren: Gerade Berlin als Streetart-Hauptstadt Nummer 1 zieht viele Interessierte/Touristen an. Auf der Homepage www.berlin.de gibt es bei der Suche nach "Streetart" 93 Treffer. Vielleicht eine kleine Radtour durch die City? "Kunst spielt sich in Berlin nicht nur in Museen und Galerien ab – sondern an Hauswänden, auf Freiflächen und in kleinen und großen Nischen, die die Metropole im Umbruch so bietet. Mit dem Rad entdecken wir den Open-Air-Bereich der Kunstmetropole Berlin".
Bitte bringen sie die Buchungsbestätigung mit.

Dienstag, 12. August 2014

Update Erfurt August

Nach längerer Zeit mal wieder ein City-Update aus der Landeshauptstadt. Besuch aus Gotha gabs och.


Freitag, 8. August 2014

Love Football - Hate racism

Es ist schon einige Tage her, als wir auf die gemeinsame Sprühaktion von Eintracht- und FSV-Fans unter dem Motto "Love Football - Hate Racism" hingewiesen wurden. Mit der Bitte um Berichterstattung, weil erst im Nachhinein die Unkosten durch einen Spendenaufruf gedeckt werden sollten.
"Seinen" Verein sucht sich "der Fan" ja nicht aus, sondern es ist dem allgemeinen Vernehmen nach eine schicksalhafte Verbindung auf die der Fan keinen Einfluss hat - bei mir ist es nicht nur so, dass nicht mal eine dieser schicksalhaften Verbindung zustande gekommen ist. Es gibt bei mir sogar nur ein bemerkenswert minimal ausgeprägtes Interesse am Fußball. Trotzdem schreibe ich gern über das Projekt.




Donnerstag, 7. August 2014

Legalize it!?

Lange schon rumort es in der Gerüchteküche, viel älter ist die Forderung nach mehr Legalflächen in Frankfurt. Jetzt ist es endlich soweit:

Am Ratswegkreisel darf ab dem 16.8. wieder legal Graffiti gemalt werden!
Da die Wandflächen schier endlos sind, wird es sogar genug Platz für Anfänger geben, aber auch für aufwendige Konzeptwände - einen fetten Respekt an alle, die das möglich gemacht haben!

Alles zum Mitmachen, Drumherum und aktuellen Bildern nach dem KLICK!




Donnerstag, 31. Juli 2014

Szene, Halls, Crews und Graffiti-Rules - das Interview mit OSHO

Graffiti kann schwierig sein. Insbesondere dann, wenn man richtig aktiv ist. Da gibt es (unausgesprochene) Regeln draussen oder an der Hall. Da gibt es Leute mit denen man chillt, andere Leute mit denen man nichts zu hat oder nichts zu tun haben will. Grüppchenbildung also. Die Szene hier in Erfurt dürfte im Graffiti-Game nicht unbedingt die umgänglichste sein. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass die staatlichen Repressionen deutschlandweit wohl zu den härteren gehören.
Diese Einleitung soll nicht den Grad einer absoluten Objektivität erfüllen, jedoch, und das ist keine Seltenheit, sind das Dinge, die man von vielen Malern hier in Erfurt hört: Einer davon ist Osho. Wir haben uns mit dem Kollegen über Szene, Rules, Crews, Halls und Graff im Allgemeinen unterhalten.

Here we go!


Dko: Hi, Osho, schön, dass Du Dir etwas Zeit genommen hast... Die erste Frage ist:  Hat der Name Osho irgendeine spezielle  Bedeutung?

Osho: Es gibt einen Philosophen namens Osho und von ihm habe ich eine zeitlang ziemlich viele Bücher gelesen und fand das ganz gut, wie er die Welt  sieht. Deshalb habe ich den Namen genommen, einfach weil es auch eine Herausforderung war das „O“ am Anfang und am Ende zu schreiben. Mittlerweile habe ich auch manchmal das "K" drangehängt, weil da das Wort "Shok" drin steckt, was ich ganz cool finde.



Was so im Juli ging.

Das Sommerloch hat begonnen - ferienmäßig, gefühlt und auch bei einigen Blogs. Aber ein bisschen was geht immer:

Frankfurt:
Schon fast wie Höhlenmalerei - Graffiti aus längst vergangenen Zeiten haben ostendfaxpost und stadtkind entdeckt. ("Fahrtzeit ist Arbeitszeit! Nulltarif für alle!" ist eine Forderung die heute dringender denn je auf die Agenda gehört!)

Apropos längst vergangene Zeiten: Mainstyle blickt 25 Jahre zurück. Wir freuen uns auf den zweiten Teil!

Dosenkunst war auch mal wieder in Frankfurt unterwegs - aber die anderen Berichte aus dem Großraum sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

Streetreality in Frankfurt - festgehalten von Streetart.frankfurt, sowie 76 weitere Bilder im Juli.

"Dieser Slogan ist von Peng" - nicht immer sind die Slogans so leicht zuzuordnen. Stadtkind hat es mal gemacht.

Erfurt:

15 Einzelfragen der CDU

Bilder vom Aerosuhl gibt es bei den Kollegen von streetarterfurt.blogspot.

Auf Farbsucht gab es auch nen kleenes EF-update: klick.




Frankfurt update Juli

Fotos dilletantisch geschossen. Fotos dilletantisch ausgewählt.





Sonntag, 27. Juli 2014

Autonbahnkreuz Erfurt Gispersleben

Unterm/beim Autonbahnkreuz Erfurt Gispersleben,  wir glauben jedenfalls, dass es da war, konnten wir diese Bilder finden...