Dienstag, 29. März 2011

Agent Side Grinder - heute Abend im Bett/FFM

"Schweden führen einmal mehr vor, was am nervösen Electropunk Suicides seinerzeit so scheiß reizvoll war.

Je älter und reicher die Geschichte der Popmusik wird, desto besser sollte man es wertschätzen, wenn Bands perfektes Kunsthandwerk abliefern und es sogar schaffen, Lebensgefühl und Reize eines bestimmten Stils zu einer bestimmten Epoche in die Gegenwart zu übertragen. So, wie es das schwedische Quintett Agent Side Grinder auf seinem zweiten Album mit dem visionären Electropunk der No-Wave-Ära Suicides macht.

Ähnlich wie bei ihren Landsleuten Studio und deren großartigem Album "West Coast" vor drei Jahren wirkt hier alles stilecht bis ins kleinste Detail, gleichzeitig aber auch so fahrig und stoisch, dass die schillernde Hedo-Stimmung der 1970er nicht zu zwanghaft nach purer Reproduktion klingt. In den acht Songs der Platte bellt Sänger Kristoffer Grip über bedrohlich surrende Synthesizer und Drumcomputer-Spuren wie aus der Stahlgießerei mit einer sinnlichen Qualität, die in den besten Momenten sogar an Ian Curtis heranreicht. Dann klingen ASG originaler als ihre Originale, musikalisch noch besser als DAF, Wire und Konsorten. Das muss man je nach Gusto auch ein wenig gut finden wollen." (Quelle: intro/10)

via das bett



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