Sonntag, 30. Oktober 2011

Universaldilletant goes Museum

Ganz universaldilettantisch, wie ich nun mal veranlagt bin, gehe ich auch hin und wieder in Kunstmuseen, ohne groß theoretische und praktische Ahnung zu haben. Ob mir also Sachen gefallen oder nicht, nehme ich also einfach hin, ohne mich unnötig mit dem Warum zu beschäftigen. Mit Streetart haben die besuchten Ausstellungen nichts zu tun, der Besuch war meinem diffusen Interesse an Comic und Karikatur geschuldet. Und letztendlich haben es beide Künstler verdient, dass ihre Werke gesehen werden.


Das Plakat zur Ausstellung.
Zu der aktuellen Ausstellung mit Bildern des isländischenMalers Erró in der Schirn hat mich das Plakat mit der Birdscape spontan angesprochen. Dass mir die dort ausgestellten Werke auch überwiegend gefielen erscheint mir insofern logisch, weil Erró als ein Maler gilt, der schwer in Kategorien einzuordnen ist. Sowas finde ich intuitiv sympathisch.
Die Ausstellung umfasst Bilder seiner Serie „Scapes“ in denen gemalte thematische Collagen auf wirklich großen Leinwänden präsentiert werden. Da gibt es einiges zu entdecken, vor allem die Comic-Scapes fand ich doch schwer beeindruckend, aber es gibt unter anderem auch eine Birdscape, Foodscape und Inscape. Im zweiten Teil „Porträt“ werden Köpfe berühmter Persönlichkeiten zu Collagen mit Monsterfratzen der späten 60er Jahre kombiniert, was mitunter zu skurrilen Ergebnissen führt.
Ein paar Filme gibt es auch von ihm, aber die habe ich mir nicht angeschaut.
Die Ausstellungen in der Schirn finde ich immer recht übersichtlich, auch diesmal ist das so. Auch sind die Werke jeder Serie letztendlich sehr ähnlich. Dank der Museumsufercard ich mich einfach mal überraschen lassen und vor allem, um mal eine Wartezeit in der Innenstadt zu überbrücken sind die kleinen Ausstellungen ja angenehm. Etwas mehr Abwechslung in der Ausstellung hätte nach meinem Geschmack nicht geschadet, aber insgesamt gefielen mir die Arbeiten dieses isländischen „Einzelgängers“ Erró.

Die Freecard zur Ausstellung.
Gerhard Harderer feiert seinen 60. Geburtstag und deshalb gibt es im Caricatura-Museum eine umfangreiche Ausstellung. Harderers Cartoons und Karikaturen fand ich schon immer genial, weil er gnadenlos alles scharfsinnig persifliert, was einen an dieser Gesellschaftsform zweifeln lässt: Kleinbürgertum, Religion, Parteipolitik und so genannte VIPs. Da ich den Wahnsinn um mich herum nur mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus ertragen kann, habe ich mich in der Ausstellung bestens aufgehoben gefühlt.


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