Mittwoch, 2. Oktober 2013

Wo ist mein Graffiti nun schon wieder hin?


Jeder kennt es. Da malt man einen Güterzug mit schönen großen Buchstaben an, will ihn stolz seinen Eltern zeigen, oder den Freunden - und zack, ist er einfach weggefahren. Damit man in Zukunft seine Güterzüge wiederfindet, gibt es nun Hilfe im Internet:
http://www.trackyourgraffiti.com/

Die Idee ist nicht neu, auch auf Streetfiles gab es eine separate freight-Gruppe, bei der man Ort und Zeit der Fotoaufnahme und möglichst das Entstehungsjahr angeben konnte. Gerade die Lebensdauer und der Verbreitungsraum von Güterzug-Pieces ist ja mitunter enorm - für die Urheber auch gar nicht nachvollziebar. Und einen eigenen Charme haben die Waggons und die Patina von Staub, Dreck und Rost sowieso.

überall Topsprayer
Insofern erscheint "Track your graffiti" ein interessantes Projekt zu sein. Vor etwa einem Monat ging es an den Start und ist mit derzeit knapp 40 Mitgliedern sicher noch ziemlich ausbaufähig. Zumindest ist es ein Ziel, nicht nur (wie derzeit) den nordamerikanischen Kontinent zu dokumentieren, sondern weltweit die Routen von Güterzuggraffiti aufzuspüren.
Charmant ist auch, dass Writer und Spotter zusammen angesprochen werden, sich zu beteiligen. Man kann sich auf diese Weise bei den Urhebern für ihren Einsatz bedanken. Und wenn die Fotos nicht vom Entstehungstag sind und nicht offensichtlich durch unbefugtes Betreten von Bahnanlagen entstanden sind, dürfte man auch nicht mit Strafverfolgung zu rechnen haben.

Ich finde an dem Projekt so viele gute Sachen, die das etwas eigenartige Design und die sehr reduzierten Funktionen der Seite noch akzeptabel erscheinen lassen. Die Idee hat eine Chance verdient.

Um "trackyourgraffiti.com" bekannt zu machen, kann man Twitter nutzen, aber auch die Info rumerzählen, bloggen und vor allem: selbst dort Bilder hochladen.
Habe ich zumindest auf meine "to-do-list" gesetzt.

Was bisher zum Glück noch fehlte: http://www.trackyourgraffiti.com/


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