Mittwoch, 28. Januar 2015

Stickern gegen rechts...

Der dritte Platz vom letzten Mal.
Ob es wirklich derzeit wichtiger denn je ist, einen Stickerwettbewerb gegen rechts zu veranstalten (wie auf der Wettbewerbsseite behauptet), mag bezweifelt werden. Denn auch in Jahren, in denen sich Rassismus und Wohlstandchauvinismus, Deutschtümelei oder auch offener Rechtsextremismus weniger greifbar zeigen, ist dieses Gedankengut immer vorhanden gewesen. Dieses gesellschaftliche Klima hat es auch verhindert, dass die NSU-Mordserie und die frühen Befürchtungen der migrantischen Community, es können eine Serie rassistisch motivierter Morde sein, viel zu lange unbeachtet geblieben sind - durch die Polizei, die so genannten Verfassungsschützer, aber nicht zuletzt auch durch Journalist*innen und uns alle.

Natürlich ist es Besorgnis erregend, wenn sich dieser offen zu Tage tretende Rassismus sogar schon jetzt so stark in den Statistiken zu rechts motivierter Gewalt niederschlägt (siehe Recherche von Report Mainz), aber klar ist: Rassismus war schon immer lebensbedrohlich.
Auch die deutsche Flüchtlingspolitik ist mitverantwortlich für den Tod vieler Flüchtlinge.
Und natürlich bleibt auch nach einem sich abzeichnenden Zerfall der Abkürzungsfront das Problem bestehen - auch wenn diese medial und als negativer Standortfaktor nicht mehr so breit getreten wird.

In diesem Sinne bleibt es weiterhin wichtig, sich immer klar gegen Rassismus zu positionieren und die jährlichen Ergebnisse des Stickerwettbewerbs sind dabei ein bewährtes Mittel unter vielen.
Insofern: beteiligt euch mit Entwürfen, die den Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft (inzwischen auch bekannt als "Sorgen und Ängste der Bürger") entlarven und den Nazi von nebenan beim Weg zum Bäcker oder sonstwohin ärgern.
Zeit ist noch bis zum 24.02.15, alle wichtigen Infos zur Teilnahme gibt es hier.

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