Montag, 8. August 2016

Peng-Galerie.

Zufällig haben wir sie entdeckt, denn wegen vermutlich schlecht organisierter Öffentlichkeitsarbeit ist die erste Peng-Galerie (von 2015) in Frankfurt selbst dem fachkundigen Publikum wohl weitgehend unbekannt geblieben.
So war zur Zeit unseres Besuches kein Personal vor Ort, welches Fragen zum Konzept des Künstlers, seiner Werke und dem Ausstellungsprogramm beantworten konnte. Auch sind die aufgebrachten Werke somit möglichem Vandalismus schutzlos ausgeliefert, eine Videoüberwachung konnte von uns nicht ausgemacht werden.

Was also kann der Sinn hinter dieser Galerie sein: Wir gehen davon aus, dass der Künstler Herr Peng sehr dienstleistungsorientiert ist, und die Zufriedenheit seines Zielpublikums für ihn hohen Stellenwert hat. Das zeigt sich gemeinhin in den  Reaktionen (vom wenig versierten Laufpublikum bis hin zu eingefleischten Vandalen), die seiner Schaffenskraft meist doch viel Positives abgewinnen können - und sei es nur die Tatsache, dass Herr Peng mit zahlreichen Streetart-Schnipseln nahezu flächendeckend in Frankfurt vertreten ist. Aber hier verbirgt sich möglicherweise die entsprechende Schwachstelle im Konzept, die womöglich zur Idee der Galerie geführt hat.
In Zeiten, wo es digitale Spiele braucht, um Menschen wieder durch die Stadt streifen zu lassen, reichen Streetartschnipsel wohl nur den Wenigsten. Zu groß ist letztlich der Aufwand, sich einen halbwegs kompletten Überblick über das Werk des Künstlers zu machen - zumal es eine Grauzone namentlich nicht näher bezeichneter Werke gibt, deren Urheberschaft nicht zweifelsfrei dem Herrn Peng zugeordnet werden kann.
Die Ausstellung verschaftt hier einen Informationsvorsprung und kann daher quasi als Katalog angesehen werden.
Letztlich läge hier auch das Potenzial, eine App zu entwickeln, um im Stadtgebiet auf die Jagd der hier zusammengestellte Kleinwerke zu gehen - möglich, dass dies geplant oder sogar schon umgesetzt ist, wenn aber das Management des Künstlers weiter so nachlässig in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv ist, wird man es wohl kaum erfahren.




Die aktuelle Dauerausstellung trägt übrigens den Namen "Peng war hier nie.", was letztendlich auch stimmt.














Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen