Samstag, 30. Januar 2016

Freitag, 29. Januar 2016

Peng.


Heute kann man Peng noch auf der Straße treffen, ab morgen  in der Zentrale auf dem Schrottplatz von Gebrauchtwarenhändler Titus Jonas auf der Berger Str. 175. Zu sehen gibt es - wie nicht anders zu erwarten - eben Peng, aber auch Peng, wie man es vielleicht nicht erwartet - Rätsel und Botschaften. Wenn man der Ankündigung glauben darf.
Hier im Post das Bekannte von der Straße, mehr dann morgen auf der Leinwand.
Also, wir sehen uns zur Vernissage mit Mucke (ab 19 Uhr) oder zur Sprechstunde nach Vereinbarung.



Donnerstag, 28. Januar 2016

Kreative Sprayer gesucht und der Wert kreativer Arbeit

Betreff: Ausschreibung SWE Netz GmbH
Bis zum 31. Januar 2016 können sie ihre Entwürfe bei der SWE Netz GmbH einreichen. „Es gilt nicht nur, die Spraydose zu zücken, sondern auch, den künstlerischen Aspekt auch mit den Interessen der Stadtwerke Erfurt unter einen Hut zu bringen“, sagt Hanno Rupp, Leiter Technik Stromnetz der SWE Netz GmbH, der den Wettbewerb gemeinsam mit Erfurts Kulturlotse Dietmar Schwerdt ins Leben gerufen hat.
„Wir wünschen uns eine Gestaltung rund um die Energietechnik. Alles von Energie, Hochspannung, Energiewende und Elektrotechnik bis hin zum Thema moderne und zukunftsfähige Stadt“, so Hanno Rupp. „Wir übernehmen die Materialkosten und legen als Prämie noch 1.000 Euro für den besten Entwurf drauf“, erklärt er. Bis Ende Februar entscheidet eine Jury, welcher Entwurf umgesetzt werden soll. Die Neugestaltung soll im Frühjahr erfolgen.
Die  Wand am Umspannwerk Melchendorf ist nicht nur mit Farbe, sondern auch mit Leben zu füllen: Insgesamt beläuft sich die Fläche auf etwa 280 m² (eine Wand: 56 m x 5 m = 280 m²). Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich alle Sprayer mit einer Veröffentlichung inklusive Fotos, einschließlich Facebook, einverstanden. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es bei Hanno Rupp, E-Mail: hanno.rupp(at)stadtwerke-erfurt.de oder bei Dietmar Schwerdt, Kulturlotse der Stadt Erfurt, E-Mail: kulturlotse(at)erfurt.de.
Link:
http://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/am/2016/123439.html

SWE FB Video:
https://www.facebook.com/SWEErfurt/videos/850710105038409/
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Soweit der Ausschreibungtext. Wir versuchen das ganze mal zu übersetzen und einzuordnen. Die SWE Stadtwerke Erfurt machen eine Ausschreibung bei der der KünstlerIn sage und schreibe 3,57€ pro Quadratmeter für die Gestaltung bekommt. In den 3,57€ pro qm sind Entwurfsarbeit,
Artikel aus dem SWE-Journal
Umsetzung, Projektkoordination und Zustimmung zur Verwendung der kreativen Arbeit (Dokumentation) für die Öffentlichkeitsarbeit der SWE Erfurt mit inbegriffen. Ein Glück, dass die Materialkosten nicht auch noch in den 1000€ mitinbegriffen sind. Erwartet wird von der SWE keine freie Gestaltung sondern „Alles von Energie, Hochspannung, Energiewende und Elektrotechnik bis hin zum Thema moderne und zukunftsfähige Stadt“ - eine klassische Auftragsarbeit also.

Im Prinzip ist diese Ausschreibung betriebswirtschaftlich clever. Eine Malerfirma würde allein für das einfarbige Grundieren bzw. Streichen der 280qm sicher mehr als 1000€ verlangen. Zum anderen umschiffen die SWE so die Frage, die sich u.a. nach dem Graffitiforum 2015, gestellt hat: Wieso wurden dann alle bisherigen Aufträge (ohne Ausschreibung!?) an den StadtbildGraffiti e.V. aka. Dieter Hennig vergeben? Was uns zu der spannenden Frage führt: hat Dieter Hennig Stromkästen und diverse andere Umspann ect.- SWE Häuschen etwa für 3,57€ zzgl. Materialkosten bemalt? Das wäre preislich unschlagbar und würde erklären warum kaum ein anderer KünstlerIn in Erfurt dererlei Aufträge durchführt. Besonders Aufträge für die SWE Stadtwerke Erfurt.
Ein möglicher qm Preis würde bei einer solchen Auftragsarbeit, je nach Aufwand, sicher zwischen 30 - 100€ pro qm liegen. Also je nach dem, wer das macht und wie der Aufwand (Motiv) im einzelnen zu bewerten ist. Über diese Preispanne, zugegeben Recht groß, lässt sich diskutieren - aber über 3.57€ pro qm nicht. Das ist für jeden KünstlerIn der in dem Bereich professionell arbeitet ein wirtschaftlicher Witz. Über das Materialgeld ein reelles Honorar zu erreichen, ist auch keine besonders originelle Lösung und wird dem Problem nicht gerecht.

Fazit: Der KünstlerIn bekommt (umgerechnet) also weniger als der Gerüstbauer der das Objekt zum Bemalen einrüstet, als der Maler der das grundiert, als der Mitarbeiter der SWE der das Projekt betreut, ist aber für das Endprodukt / Werk („Es gilt nicht nur, die Spraydose zu zücken, sondern auch, den künstlerischen Aspekt auch mit den Interessen der Stadtwerke Erfurt unter einen Hut zu bringen“) verantwortlich. Mit dem sich hinterher öffenltichkeits-wirksam präsentiert wird. Diese Ausschreibung ist nicht mehr als ein Feigenblatt. Bei der, so unterstellen wir mal, bewusst professionelle Anbieter ferngehalten werden sollen um hinterher sagen zu können: Kein Grund an der alten Praxis etwas zu ändern.. wir haben es versucht und es hat keiner mitgemacht. Das zumindest ist ein Schluss der sich aus Form und Art der Ausschreibung ziehen lässt.
Ein Wunder das das Argument: „Aber der Künstler präsentiert sich doch damit und zieht damit die Öffentlichkeit auf sich - und das ist doch Entlohnung genug“ nicht auch noch angebracht wurde und gänzlich auf eine Prämie verzichtet wurde. Ein Argument, das auf andere Berufe oder Tätigkeitsfelder übertragen sofort als lächerlich entlarvt wird. Viel Spass dabei das im Alltag mal zu versuchen...

Trotz dieser Kritik möchten wir dazu aufrufen wenigstens Entwürfe, auch wenn es zeitlich knapp wird, einzureichen um die Post-Hennig Ära einzuläuten.


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UPDATE: Danke an Peter M. der uns einen Auszug aus dem SWE Magazin zur Verfügung gestellt hat. Aus dem geht hervor das am Anfang der Ausschreibung keine Prämie (Bezahlung der KünstlerIn) vorgesehen war. Dafür aber ein zweite kleiner Wand mit 25qm, die gratis mit gestaltet werden sollte. Grosses Kino - Danke SWE!


Erfurt: "Mal" was anderes

Wer in den letzten Monaten offenen Auges durch die Erfurter Innenstadt gegangen ist, könnte an einem der Zugangstore am Hintereingang des Erfurter Doms auf eigenwillig gestaltete Schilder aufmerksam geworden sein. In einer etwas merkwürdigen Tonart wurden hier Missbräuche und Menschheitsverbrechen der katholischen Kirche in Guatemala angeprangert. Lange hingen diese Schilder jeweils nicht an diesem Ort.
Inzwischen findet diese Serie eine Fortsetzung an anderer Stelle. So wird das gleiche Motiv weiterverarbeitet in der umfangreichen Bemalung eines der tiefliegenden Fenster an der Rückseite der Defensionskaserne auf dem Petersberg.
Bleibt zu fragen, was sich hinter den formulierten Vorwürfen verbirgt. Mit Sicherheit aber ist es eine bemerkenswert detailreiche und aufwendige Wandgestaltung. Und so dokumentieren wir es einfach mal, wobei man sich durchaus an das bekannte Begriffspaar von Genie und Wahnsinn erinnert fühlen kann und das Ganze mit Streetart oder Graffiti wohl weniger am Hut hat. Oder vielleicht doch?




Mittwoch, 27. Januar 2016

southline Frankfurt.

Wer weiß, wann das nächste Mal bei der Bahn gestreikt wird und da wir auch niemanden gefunden haben, der regelmäßig zwischen Hauptbahnhof und Sübahnhof und Offenbach die Notbremse ziehen wollte, hier ein paar Eindrücke aus dem fahrenden Zug von der Line südlich des Mains...



Dienstag, 26. Januar 2016

Samstag, 23. Januar 2016

BERLIN Nr. 20 - RWRZ Spezialitäten! UP-TO-DATE

Brandaktuelle Bilder aus Berlin. Die RWRZ Crew war wieder mal unterwegs und hat ordentlich was hinterlassen. Beim letzten Update Nr. 19 war auch schon etwas von FISTER, BIO und ARIA dabei. Also auch dort noch mal vorbei schauen. Viel Spaß!



Freitag, 22. Januar 2016

Frankfurt Wild West Hibbdebach.

...und ein anderer Teil der Radtour auf der anderen Mainseite, Griesheim und Nied oder so. Natürlich nicht alles, aber auch wieder ein hoffentlich unterhaltsamer Mix aus alt und neu.



Dienstag, 19. Januar 2016

Frankfurt Wild West Dribbdebach.

Eine kleine Radtour führte u.a. auf der Schwanheimer Seite des Mains entlang - nicht nur uns, auch der ein oder die andere Freizeitlackierer*in hat den Weg dorthin gefunden.
Manches neu, vieles älter - von Beginner*innen und Stylist*innen, von Brücken, dem Trim-Dich-Trip bis zur Rennstrecke.


Montag, 18. Januar 2016

Update Erfurt - Januar 2016 Teil 1

YO! Endlich wieder ein Erfurt-Update. (letztmalig erwähnt ERFURT OKTOBER Post). Und diesmal haben wir auch ziemlich viel gefunden, wie ihr gleich sehen werdet. Deshalb splitten wir das Ganze diesmal- also hier der erste Stoß, in absehbarer Zeit dann Teil Zwo. Check!



Sonntag, 17. Januar 2016

Death Man City oder der Reiz von Zeitz.

Zeitz hatte Mitte der 80er Jahre noch etwa 43.000 Einwohner, Ende 2014 ist die Zahl unter 30.000 gesunken, trotz vorangegangener Eingemeindungen. Das kann natürlich nicht spurlos an einer Stadt vorbeigehen, die Massen an Leerstand verleihen Zeitz nun einen ganz eigenen Reiz.
Im Leerstand findet man üblicherweise Graffiti - vornehmlich dient er als Übungsfläche meistens weniger erfahrener Maler*innen, nicht selten wird die Atmosphäre der Spots aber auch explizit für Werke erfahrener Vertreter*innen der Lackzunft genutzt. In Zeitz haben wir nicht so viel davon gefunden. Möglich, dass wir nicht die richtigen Stellen entdeckt haben, zu wenig Zeit war und die Zahl der verlassenen Häuser zu groß. Oder die Jugend ist schon weitestgehend abgewandert. In der Zeitung zumindest wird jedes neue Baby gefeatured. Und auf manchen Wänden, finden sich auch Hinweise, dass die Liebe und Sehnsucht aus dieser Stadt noch nicht ganz verschwunden ist. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - mal sehen, wann Zeitz stirbt.

Hier also unsere Eindrücke aus:



Samstag, 16. Januar 2016

Freitag, 15. Januar 2016

Antiwars vs. Wildanti?!?

Ausnahmen gibt es immer
Ein Gastbeitrag der nicht Wert auf Vollständigkeit legt zum Kommentar von PENG zu Thema Antistyle

Die Technik: Auf einen wesentlichen (technischen) Aspekt wird leider nicht eingegangen. Die Verwendung von anderen Caps. Das heisst das nutzen des z.B. guten alten Standart Caps (Schwarz mit weissem Punkt) im vergleich zum bspw. Skinnycap von Belton. Das Standart Cap als es bspw. auf den Belton noch drauf wurde doch in 95% der Fälle gleich weggeschmissen weil damit keiner was anfangen bzw. umgehen konnte. Damit lassen sich halt auch keine scharfen Outlines ziehen.
Ein anderer Aspekt sind die Dosen die verwendet werden. Die Optik, die Erscheinung von Antistyle lebt auch davon das „billige“ Lacksprays, Baumarktdosen, etc. etc. verwendet werden.
Wer geht denn noch im Fachhandel zocken?
Nicht ausschließlich - aber bei dieser Art zu malen kommt es eben nicht auf den Super-Farbauftrag an. Wenn man das romantisieren möchte: wäre Antistyle ein Statement gegen den Graffiti-Industrie-Komplex aus Deutschland (siehe Montana Deutschland & Belton aka. Kwasny). Caps und Dosen sorgen auch dafür das das Fillin, das gesamt Erscheinungsbild anders aussieht. Schon mal versucht mit AUTO K, BAUFIX etc.  ein homogenes, deckendes Fillin zu malen?!
Was alles in allen auch dazu führt das die Antistyles nach „wie Früher“ aussehen und man auch schlecht einschätzen kann - sind die neu, oder seid wann steht das da. Diese Abweichung vom mittlerweile bekannten Sprühbild, der Farbauftrag, die Farbbrillianz (die Oberfläche des Graffiti),durch die o.g. Hersteller, sorgt dafür das Antistyle irgendwie aus dem ästhetischen, nicht Hochglanz-Rahmen fällt.
Ein praktischer Test wäre an dieser Stelle spannend. Ein Bild zu sprühen das zur Hälfte mit BELTON RAL und zur anderen mit MOLOTOW PREMIUM gemalt ist.... Vielleicht mache ich das mal?!

Nun zum Stylepart: Ein wichtiges Merkmal von Antistyle um bei dem Begriff zu bleiben, auch wenn ich die Bedeutung nicht als korrekte Beschreibung der Stilrichtung sehe, ist in der Regel (Ausnahmen gibt es immer) der lesbar Buchstabe. Wie die „gestylt“ oder wie ästhetisch die Proportionen sind ist immer Geschmacks - und Ansichtssache. Aus meiner Sicht wird beim Antistyle nicht weniger am einzelnen Buchstaben gefeilt wie sonst. Ich glaube auch nicht das alles „mal schnell gemalt“ ist/wird. Die Umsetzung ist nur direkter. Antisytle wird, so mein Eindruck und Erfahrung, sehr oft Freestyle gemalt. Zumindest habe ich noch keinen mit einer Skizze (wenn dann gibt es ein ganzes Skizzenbuch) vor der Wand gesehen und so wirkt das alles oft improvisierter und nicht ganz so harmonisch (Geschmacksache). Aber! (ich spitze das ganze mal etwas zu) Antisyle versucht sich nicht nicht (im direkten Vergleich zum „Normalstyle“) hinter Farbe und Dosen(Cap)Effekten zu verstecken. Wenn Buchstaben so mit Effekten, gefadeten Fatcapoutlines die irgendwo aufhören, Highlights, Backround-Style-Überlagerungen etc. etc. überfrachtet sind, das die Buchstaben Proportion fast egal werden. Man den einzelnen Buchstaben kaum bis gar nicht mehr wahrnimmt.

Als verallgemeinernde Tendenz lässt sich vielleicht feststellen das sich „normales“ Graffiti sich mit Grafikdesign und illustrativen Elementen verbindet bzw. sehr viele Anleihen entnimmt (Bevorzugt in Hintergrund und Mittelgrund). Gepaart mit kalkulierten Farbkonzepten die sich an der Qualität der Farben orientieren (bevorzugt leuchtend und glossy). Im Gegensatz dazu der Antistyle: mit teilweise komischen Farben, immer etwas „dreckig“ und unsauber da man den Dosenstrich auch im Fillin sieht - der sich (siehe Weiterbildung ) im guten einer (ein besserer Vergleich ist mir nicht eingefallen) naiven Malerei annähert. Die Malerei, das Graffiti ist naiv - nicht der Maler! Dieser Punkt ist auch der der mich am meisten bei dieser Art zu malen fasziniert und wo ich wirklich, im Mitteleuropäischen Graffitibrei, etwas neues, überraschendes sehe. Auch entdecke ich im Antistyle oft deutlich mehr Humor und DADA als im "herkömmlichen" Graffiti.

An dieser Stelle möchte ich auf:

MODERN JAZZ
http://creative.arte.tv/de/episode/5-minutes-moderne-jazz-graffiti-france
https://www.flickr.com/photos/xvlf/7136263661/in/photostream/

ABCDEF GRAFFITI
http://graffuturism.com/2013/05/26/walls-update-abcdef

HOLYMAFIA
http://mafia-tabak.tumblr.com
http://lumpenpack.tumblr.com

DER ENDGEGNER BLOG
http://euro-million.tumblr.com

(NO EU) LEGEND: FUTURA 2000
https://vimeo.com/64572535

…zum Zwecke der Weiterbildung verweisen.

Zum Schluss möchte ich die steile These aufstellen, in den Kommentar zum PENG Beitrag wird das ganze aus meiner Sicht von dem einen oder anderen falsch gesehen, das ein großer Teil der "Antistyle Maler" ( - „Die guten“ und die kann man erkennen) alles schon gemalt haben und nicht 10-20Jahre das gleiche, immer schön den Sketch abmalen, wollen (was auch seine Berechtigung hat). Aber Antistyle ist die Form, durch die man sich am weitesten vom klassischen Graffiti (also der eigenen Basis) entfernen kann um schließlich etwas neues - etwas anderes zu machen, aber in dem Bewusstsein, dass das immer noch irgendwo Graffiti ist und auch so vom Betrachter wahrgenommen wird.

Die Ausnahme bestätigt die Regel.
KRK (Team Members) 2015

Hamburg City Heftig - Teil Zwei (Trains & Walls)

Erneuter Besuch in Hamburg. Nach dem letzten Hamburg Post, bei dem wir ausschließlich Fotos von MOSES gezeigt haben, gibt es diesmal eine bunte Mischung aus Zügen und Walls diverser Künstler. Seht selbst...



Mittwoch, 13. Januar 2016

Gastbeitrag von PENG - Ein Kommentar zu dem Versuch einer Definition von Anti-Style

Alberto F. versucht mit seinem Beitrag auf der Seite von MTN sich dem Begriff Anti-Style (bzw. er verwendet überwiegend die Bezeichnung „Ignorant Style") zu nähern.

Vorab: Dieser Beitrag soll auf Albertos Ausführungen eingehen, und darüber hinaus sollen meine persönlichen Erfahrungen mit dem Bild von Anti-Style in den Artikel einfließen. Mein Beitrag soll nicht so gelesen werden, dass Alberto F. Anti-Style ablehnt.

Alberto führt jedenfalls in seinem Artikel 4 mögliche Herangehensweisen an, welche ich kurz nochmals aufführen möchte:

1. Homage to primitive graffiti
Cliff 159 von MTN
Personen, die Anti-Style (im Folgenden möchte ich eher das Wort „Anti-Style" verwenden, da dieses meiner Meinung nach im deutschsprachigen Raum geläufiger ist) malen, beziehen sich mit ihren Arbeiten auf die Anfangszeit des Graffitis in New York, hier auch genannt „Ghetto-Style“ – vielleicht so ausgesprochen: es geht darum, „einfache, unsaubere“ Bilder zu malen.





2. Stylistic restlessness
Slim - Bild von MTN
Kurz zusammengefasst: Anti-Style-Bilder sollen einen Gegensatz zu den oft bis ins kleinste Detail perfektionierten Graffiti-Bildern darstellen, also Bilder, bei denen das technische Niveau extrem hoch ist, wie es bspw. bei foto-realistischen Bildern der Fall ist.
Anti-Style-Bilder stellen hiermit die Legitimation (konventioneller) Bilder in Frage, d.h. ob Technik überhaupt ein (entscheidendes) Kriterium darstellt.




Samstag, 9. Januar 2016

Erfurt: Gisperslebener Heizkraftwerk mutwillig zerstört

Wir haben einen Verlust zu melden. Das Gisperslebener Heizkraftwerk, ein backsteinernes Schmuckstück der Industriekultur, tritt ab von der Bühne des Erfurter Stadtbildes. Erbaut um 1902 zunächst als Elektrizitätswerk hat es seit Beginn der 70er Jahre als Heizkraftwerk gedient. So hat es u.a. die Wohnungen des Erfurter Rieth über lange Jahre hinweg mit Wärme versorgt.
Nach der Wende wurde es stillgelegt. Seitdem hat der kathedralenhafte Bau hauptsächlich in Zurückgezogenheit gelebt. Er hat Tauben, Falken und kleinen grauen Vierbeinern ein sicheres Obdach gewährt und mit seiner geheimnisvollen Aura des Verlassenseins verschiedenen Filmprojekten als Kulisse gedient (so z. B. dem letzten Erfurter Tatort „der Maulwurf“).
Für neugierige und abenteuerlustige Stadtstreuner war der eigentliche Hauptbau über lange Zeit mehr oder weniger unzugänglich. Allerdings war das umliegende Areal sehr leicht zu betreten. Mehrere offen stehende Nebenbauten haben sich so auch dem einen oder anderen Maler immer wieder gerne als Leinwand zur Verfügung gestellt.

Nun wird das Gebäude also abgerissen und macht den städtebaulichen Plänen zur Grünflächengestaltung der Geraaue im Rahmen der Buga 2021 Platz. Anlass genug für uns den jahrzehntelangen Beitrag dieses Gebäudes zum städtischen Angebot freier und offener Gestaltungsräume zu würdigen und in Erinnerung zu halten. Hier also einige fotografische Eindrücke im stillen Gedenken. Neben älteren Werken sind auch einige Graffiti jüngeren Datums zu sehen. 




Freitag, 8. Januar 2016

Ratswegkreisel #43

Update vom Frankfurter Hall of Fame - Fotos größtenteils aus Dezember 2015/Januar 2016



Donnerstag, 7. Januar 2016